4 Einsätze in 13 Stunden


Der 31.01.11 war für die Feuerwehr Langstadt wohl einer der Einsatzreichsten Tage der letzten Jahre. Zu vier Einsätzen wurden die Brandschützer innerhalb von 13 Stunden alarmiert. 

Der erste Einsatz riss die Voraushelfer gegen 03:45 Uhr aus dem Schlaf. Ein Kleinkind litt unter Atemnot und Fieberkrämpfen, so die Meldung von der Leitstelle. Glücklicherweise stellte sich die Situation vor Ort weniger tragisch heraus, als die Alarmmeldung vermuten lies. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wurde der kleine Patient beobachtet und die Vitalfunktionen überwacht. Nach ca. 25 Minuten konnten die vier Voraushelfer wieder in die Unterkunft einrücken.

Kellerbrand mit Menschenleben in Gefahr

Um 10:56 Uhr wurden die Feuerwehr Langstadt und die Voraushelfer erneut alarmiert. Ein Kellerbrand mit Personen, die sich noch im Gebäude befinden, wurde gemeldet. Aufgrund der Alarmmeldung und der Tageszeit wurde durch den Wehrführer beim Eintreffen im Feuerwehrhaus Sirenenalarm ausgelöst. Die Meldung konnte nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle bestätigt werden. Eine gehbehinderte Person wurde durch einen Atemschutztrupp aus dem verrauchten Erdgeschoss ins Freie gebracht und dort dem Rettungsdienst übergeben. Zeitgleich ging ein weiterer Trupp zur Brandbekämpfung in den Kellerbereich vor. Durch die mitalarmierten Feuerwehren von Harpertshausen und Babenhausen wurden weiteren Atemschutztrupps gestellt. Im weiteren Einsatzverlauf wurde das Gebäude belüftet und der Brandschutt aus dem Keller geschafft und im Freien abgelöscht. Gegen 13:30 Uhr konnte auch dieser Einsatz abgeschlossen werden. Reinigungsarbeiten und das Bestücken der Fahrzeuge schlossen sich an.

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Erneuter Einsatz für die Voraushelfer

Um 16:31 Uhr ertönten die Funkmeldeempfänger der Voraushelfer zum dritten Mal an diesem Tag. In Sickenhofen brenne ein Wohnhaus, so die Meldung der Leitstelle. Zur Sicherstellung der medizinischen Erstversorgung der eingesetzten Atemschutztrupps rückten fünf Voraushelfer aus.

Feuerwehr wird nachalarmiert

Nachdem das MTF mit den Voraushelfern in Sickenhofen eingetroffen war, wurde nun auch der Rest der Einsatzabteilung aus Langstadt alarmiert. Zur Unterstützung der bereits eingesetzten Wehren aus Sickenhofen, Hergershausen und Babenhausen stellte die Feuerwehr Langstadt weitere Atemschutzgeräteträger. Diese wurden zu Nachlösch- und Aufräumarbeiten eingesetzt. Die Voraushelfer betreuten zwischenzeitlich einen Hausbewohner der aufgrund des Geschehens Kreislaufprobleme erlitt.

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Gegen 19:30 Uhr war auch dieser Einsatz für die Langstädter Kameraden beendet. Bei einer Stärkung im Feuerwehrhaus wurde noch lange über diesen einsatzreichen Tag gesprochen. Dies war sicherlich eine Ausnahmesituation, aber auch der Beweis dafür, dass es auch in kleineren Wehren durchaus zu solch einem Einsatzaufwand kommen kann.