Atemschutzgeräteträger


Atemschutzgeräteträger, umgangssprachlich auch PA-Träger oder AGT genannt, sind in den Feuerwehren ein unverzichtbarer Teil der Einsatzmannschaft.

Im Vergleich zu früheren Zeiten kann man heutzutage durch die AGT einen effizienteren und Zielorientierten Brandeinsatz abarbeiten. Bei der Menschenrettung aus Gebäuden oder der Brandbekämpfung im Innenangriff werden AGTs eingesetzt. Durch neuste Technik der Atemgeräte und der Schutzkleidung ist ein Arbeiten unter schwersten Bedingungen erleichtert worden.

pa 1Ausrüsten des PA-Trupps während einer Übung

Wie wird man Atemschutzgeräteträger

Nach Abschluß der Grundausbildung und dem vollendeten achtzehnten Lebensjahr, folgt eine medizinische Untersuchung (G 26.3), in der Lungenfunktion, Ausdauer unter Belastung und die allgemeine körperliche Fitness getestet werden. Nach erfolgreicher und positiver Untersuchung folgt ein zweiwöchiger Lehrgang, in dem den Feuerwehrleuten der Umgang und das Arbeiten mit den Atemschutzgeräten näher gebracht wird. Am Ende des Lehrgangs erfolgt eine Leistungsprüfung in schriftlicher Form, sowie eine praktische Übung, bei der den AGTs nochmals körperlich einiges abverlangt wird: 30 Meter auf der Endlosleiter, Gewichte ziehen (20 Züge á 25 kg), ein Streckendurchgang in totaler Dunkelheit, Hitze und unter verengten Verhältnissen, sowie nochmals Gewichte ziehen und ein 300 Meter Lauf.

Diese Leistungsprüfung wird jährlich wiederholt, alle drei Jahre muss die mediziniseche Untersuchung (G 26.3) durchgeführt werden.

Arbeiten im Einsatzfall unter Atemschutz 

Wenn die AGTs im Einsatz eingesetzt werden, kommen gleich mehrere Faktoren zusammen, die den Einsatzkräften einiges abverlangen. Unter Stress und Adrenalin müssen die Einsatzkräfte ihre 25 kg schwere Ausrüstung tragen. Dazu kommen noch Komponenten wie Notfalltasche, Schlauchtragekörbe / Schlauchleitung u. ä. Zusätzlich zu der Hitze, der unbekannten Umgebung und in den meisten Fällen einer Sicht von nichtmal 20 cm, kommt auch noch die eigentliche Aufgabe hinzu: Das Retten von Personen und/oder das Bekämpfen des Brandes. Meist muss sich der PA-Trupp erstmal einen Weg bahnen, um seine Aufgabe erfüllen zu können.


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Atemschutztrupp beim Vorgehen während eines Wohnhausbrandes in Schaafheim

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 Nachlöscharbeiten Wohnungsbrand in Sickenhofen

Durch alle zusammenkommenden Faktoren wird die Einsatzzeit unter Atemschutz stark begrenzt. Im Schnitt beträgt sie, je nach Einsatzkraft und Tätigkeit, 20 - 25 Minuten. Eine Faustregel besagt, dass die Luft die auf dem "Hinweg" zum Einsatzort benötigt wird, mal zwei genommen, die benötigte Luft für den Rückweg ist. Um diese Werte stehts im Auge zu behalten, ist es unabkömmlich, dass der Trupp unter ständigem Funkkontakt zur Atemschutzüberwachung steht, um seine Luftdrücke und Arbeiten weiter zu geben. Für den Fall einer Notsituation steht pro eingesetztem PA-Trupp immer ein Rettungstrupp bereit.
Atemschutzüberwachung                                                           
Je nach Größe des Einsatzes, stehen im Außenbereich ein oder mehrere Kräfte bereit, die sich um die Atemschutzüberwachung kümmern. Auf den Überwachungstafeln werden Infos wie Name, Masken- und Flaschennummer, Anfangsdruck, Zwischendrücke und Zeiten festgehalten. Über diese Informationen kann, durch die Kräfte der Atemschutzüberwachung, ein Rückzug beordert werden, falls die AGTs auf Grund ihrer Arbeit das Zeitgefühl verlieren sollten.          

pa 2Atemschutzüberwachung