Stallbrand


Am Sonntag, den 21.12.14, gegen 23:48 Uhr wurden die Feuewehren Langstadt, Babenhausen, Harpertshausen, sowie der Einsatzleitwagen 2 des Landkreises, die Brandschutzaufsicht, die Kreibrandinspektoren, die SEG Münster, der Rettungsdienst, die Pressegruppe des Landkreises und die Voraushelfer Langstadt zu einem Brand auf einem Landwirtschaftlichen Anwesen in Langstadt alarmiert. 

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Vor Ort bestätigte sich die Alarmmeldung. Ein Pferdestall (ca.1000 m² ) stand in Brand. Circa zehn Pferde konnten durch den Besitzer aus dem brennenden Stall gerettet werden und liefen den anrückenden Kräften entgegen. 

Durch den Wehrführer wurde die eintreffende Polizeistreife diesbezüglich informiert. Umgehend wurden weitere Streifen entsandt um sich an der Suche nach den Tieren zu beteiligen. Eine Rundfunkwarnmeldung wurde ebenfalls rausgegeben. 

Die Tatsache das ein Nebenraum des Stall bereits in Vollbrand stand und starker  Wind die Flammen in der Zwischendecke des Stalls rasch voran trieb, veranlasste die Einsatzleitung Vollalarm für die Stadt Babenhausen auszulösen.

Erste Maßnahmen 

Vom zuerst eingetroffenen Langstädter Löschfahrzeug wurde ein Trupp unter Atemschutz über den Haupteingang zum Innenangriff entsandt. Zeitgleich wurde die Wasserversorgung von einem Hydranten aufgebaut und ein weiterer Trupp unter Atemschutz ging über den Seiteneingang des Anbaus vor. 

Nach Eintreffen der übrigen Langstädter Fahrzeuge und der Feuerwehr Babenhausen und Harpertshausen wurde durch die Wehrführung, den Stadtbrandinspektor und dem Gruppenführer des LF16/20 eine ausgiebige Erkundung vorgenommen.

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Weitere Maßnahmen 

Auf Grund der starken Brandausbreitung, die zum einen durch den Wind und zum anderen durch die Belcheindeckung des Daches begünstigt wurde musste der Innenangriff abgebrochen werden. Eine Durchzündung des Daches setzte selbiges in Vollbrand. 

Während dessen wurde ein umfangreicher Außenangriff mit insgesamt 10 c-Rohren und einem Wenderohr über den Babenhäuser Gelenkmast aufgebaut. 

Die Erkundung ergab das die direkt angebaute Scheune die mit ca.250 Rundballen voll saß, zwar eine Brandmauer besitzt aber begünstigt durch den Wind im Giebelbereich Funkenflug festzustellen war. Umgehend wurden zwei Trupps mit C-Rohren ins innerem der Scheune entsandt, um ein übergreifen zu verhindern. 

Weiter wurden die Feuerwehren Groß-Umstadt, Dieburg und Münster mit ihren Großtanklöschfahrzeugen alarmiert, um die Wasserversorgung mittels Pendelverkehr sicherzustellen. 

Währenddessen wurden aus einem direkt angebauten Außenstall vier Rinder durch die Feuerwehr und mehrere Landwirte gerettet. Zehn Schweine wurden in diesem Bereich belassen und mittel Überdrucklüfter mit Frischluft versorgt. 

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Probleme für die Feuerwehr
Das wohl größte Problem welches die Löscharbeiten behinderte war eine Photovoltaikanlage die auf ganzer Länge auf einer Seite des Daches verbaut war. Hinzu kam die Blecheindeckung des Daches und die mit Blech verkleidete Zwischendecke. Das Löschwasser konnte erst an die Brandnester gelangen als Teile des Daches eingestürzt waren. 

Der Wind der die Brandausbreitung auf die Dachfläche begünstigte machte sich an anderer Stelle zum Verbündeten. Dieser trieb das Feuer glücklicherweise weg von dem Strohlager so das dieses mit mehreren Riegelstellungen gehalten werden konnte. 

Die Wasserversorgung die Anfangs ausreichend war, brach allerdings mit der wachsenden Größe des Löschangriffs zusammen. Nachdem der Pendelverkehr eingerichtet war stabilisierte sich selbige und es traten über den Rest des Einsatzes diesbezüglich keine weiteren Probleme mehr auf.

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Abschluss

Nachdem gegen 01:45 Uhr Feuer aus gemeldet wurde konnten erste Kräfte aus dem Einsatz herausgelöst werden.  Diese konnten sich im Feuerwehrhaus Langstadt an einem kleinen "Buffet" das von einigen Frauen unserer Aktiven vorbereitet wurde stärken. 

Am Einsatzort wurden unterdessen weiterhin Nachlöscharbeiten durchgeführt. Da ein Betreten des Stalls wegen Einsturzgefahr unmöglich war mussten Glutnester aufwendig von außen erreicht werden. Gegen 03:30 Uhr wurde die Feuerwehr Babenhausen heraus gelöst und von Langstadt wurden erste Kräfte zur Pause abgelöst. Gegen 06:00 und um 08:00 Uhr lösten sich die Kräfte erneut ab. Da mittels Wärmebildkamera immer wieder einige Glutnester  lokalisiert werden konnten zog sich die Brandwache letztendlich bis um 14:15 Uhr hinaus. Im Anschluss wurden alle Fahrzeuge und Geräte gereinigt und wieder einsatzbereit gemacht, sodass gegen 16:30 Uhr dieser Einsatz endgültig beendet war. 

Einsatzdetails und Video hier >>Klick<<

Im Einsatz waren

Insgesamt 110 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.

FF Langstadt 45 Kräfte
Voraushelfer Langstadt
FF Babenhausen
FF Harpertshausen
FF Sickenhofen
FF Hergershausen
FF Groß-Umstadt mit TLF
FF Münster mit TLF und LF
FF Dieburg mit TLF und AB-Atemschutz
Stellv. Kreisbrandinspektor Dieter Pabst
Kreisbrandmeister Matthias Maurer-Hard
Pressegruppe des LK Darmstadt-Dieburg
ELW 2 des Landkreises
SEG Münster
2 RTW
1 NEF
3 Polizeistreifen
Vertreter der Regionalen Presse
Ortsansäßige Landwirte und Baufirmen ( Bereitstellung von Geräten)