Unwettereinsätze


Der Juni 2013 sollte den Einsatzkräften der Feuerwehr Langstadt sowie den übrigen Babenhäuser Wehren einiges an Arbeit bescheren. Bereits am ersten Wochenende kam es durch Dauerregen zu einem erhöhten Einsatzaufkommen gefolgt von einem außer hessischen Katastrophenschutz Einsatz in Sachsen. Am 20.06.13 zog dann ein kurzes aber heftiges Unwetter, mit Sturmböen und Starkregen über den Landkreis hinweg. Die daraus entstandenen Einsätze verlangten den eingesetzten Kräften einiges ab.

Die Wehren Ober-Ramstadt, Groß-Bieberau, Dieburg und Groß Zimmern hatten bei diesem Unwetter mit unter das höchste und auch das schwerste Einsatzaufkommen, da sich in diesem Bereich das Unwetter von seiner stärksten Seite zeigte. Dennoch mussten im Stadtgebiet Babenhausen ebenfalls etliche Einsatzstellen abgearbeitet werden.

Die Langstädter Kräfte wurden am 20.06.13 gegen 22:45 Uhr mündlich durch einen Autofahrer über herab gefallene Äste auf der L3065 in Kenntnis gesetzt. Da sich zu diesem Zeitpunkt einige Kameraden im Feuerwehrhaus aufhielten, rückte umgehend eine Löschgruppe aus um die Lage zu erkunden.

Bereits nach dem Einfahren in das ca. 2km lange Waldstück, entschied sich der Wehrführer Alarm für Langstadt auslösen zu lassen. Jede Menge kleinere und teilweise auch massive Äste versperrten die Fahrbahn. Zeitgleich wurden auch die Wehren aus Babenhausen und Sickenhofen alarmiert. Nachdem man sich einen Überblick über die Lage verschafft hatte wurde die Feuerwehr Sickenhofen nach Langstadt beordert um dort zu unterstützen. Die L3065 wurde für etwa 2 Stunden voll gesperrt, um die Fahrbahn zu räumen. Im Anschluss wurden noch umgefallene Bäume in der Unteren Haaggasse entfernt. Danach konnten die Kräfte gegen 02:00 Uhr in ihre Unterkunft einrücken. Dennoch war abzusehen, dass am Folgetag sicherlich einige Einsätze folgen würden, die erst bei Tageslicht erkannt werden.

Mit dem Gedanken von der Nacht im Hinterkopf traf man sich am 21.06 gegen 10:26 Uhr nach vorausgegangener Melderalamierung erneut im Feuerwehrhaus. „Stützpunkt in Babenhausen anfahren“ so die Durchsage der Leitstelle. Dort eingetroffen wurden durch den SBI weitere Einsatzaufträge verteilt. Langstadt sollte die Straßen und Radwege nach Schaafheim, Langstadt und Harpertshausen kontrollieren und bestehende Gefahren beseitigen. Bereits nach wenigen Metern mussten erste Äste zwischen Babenhausen und Schaafheim entfernt werden. Weiter wurden auf dieser Strecke drei Bäume gefällt, die durch ihre Schräglage eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellten.

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Nach einer kurzen Stärkung im Stützpunkt wurde das Waldstück Babenhausen - Langstadt kontrolliert. Da sich die Kräfte nun schon seit 5 Stunden im Einsatz befanden, wurde durch den Wehrführer telefonisch eine weitere Löschgruppe zusammen gestellt und auf die Strecke Langstadt-Harpertshausen geschickt.

Nachdem die Strecke Babenhausen-Langstadt teilweise mit Unterstützung des Gelenkmastes der FF Babenhausen geräumt war, wurden noch einige Bäume in Langstadt entfernt. Die zweite Fahrzeugbesatzung hatte inzwischen mehrere Bäume ausgemacht die zwischen Langstadt und Harpertshausen gefährlich ineinander verkeilt bzw. eine starke Neigung Richtung Fahrbahn hatten. In diesem Bereich wurde eine Fahrspur gesperrt und auf weitere Kräfte und Material von Feuerwehr und des städtischen Bauhofs gewartet. Zwischenzeitlich wurden Kräfte, die schon seit dem Morgen im Einsatz waren ausgewechselt. Nachdem mit Unterstützung von schwerem Gerät die Gefahr in diesem Bereich beseitigt war, konnte man gegen 20:00 Uhr zurück in die Unterkunft. Dort stärken sich die Kräfte mit Pizza und erholten sich von den arbeiten der vergangenen zehn Stunden.

Am 22.06.13 wurde im Schaafheimer Weg erneut ein Nachläufer des Unwetters gemeldet. Dort musste ein Baum gefällt werden sowie eine schwerer Ast mittels Gelenkmast entfernt werden.

Die Häufigkeit und Stärke solcher Unwetter nahm in den letzten Jahren extrem zu. War es der Sturm Emma der 2008 über Langstadt fegte oder die Wassermassen die im August 2011 in Langstadt viele Keller und Straßen überschwemmten. Die Feuerwehren müssen auch in Zukunft mit solchen extremen Unwettern rechnen. Auch sie als Bürger können präventiv einiges tun, um Gefahren zu mindern. Mehr darüber erfahren sie hier.

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